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Kurkuma Wirkungen: Krebs, Alzheimer, Verdauungsschwierigkeiten, Diabetes, Cholesterinspiegel, Rheuma

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Armin

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Kurkuma – Was ist das eigentlich?

Kurkuma oder Curcuma, in unseren Breitengraden auch als Indischer Safran oder Gelbwurz bekannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse. Ursprünglich aus Südostasien stammend ist die Pflanze aber auch in Indien stark verbreitet. Dort gilt das Rhizom, also der Wurzelstock der Pflanze, bereits seit über 5.000 Jahren als ayurvedische Heilpflanze und findet sogar in der traditionellen chinesischen Medizin ihre Verwendung als solche.

Die gängigsten Verabreichungsformen sind Kurkumatee, Kurkumakapseln, aber auch das einfache Kurkumapulver, aus der Wurzel gewonnen.

Im europäischen Raum fand das in der Kurkuma Wurzel enthaltene Curcumin Einzug als Gewürz bzw. Gewürzzusatz, sodass es beispielsweise Curry seine unverwechselbare Farbe verleiht, so wie wir es kennen. Seine typische gelbliche Färbung erhält Kurkuma durch das darin enthaltene Diferuloylmethan.

Aber neben Curcumin enthält das Rhizom auch weitere Vertreter der Curcuminoiden. Dazu zählen auch :

  • Cyclocurcumin,
  • Bisdemethoxycurcumin
  • und Demethoxycurcumin.

Allerdings bezeichnet man alle vier Vetreter als Curcumin.

Curcuma longa, wie es im Lateinischen genannt wird, findet erst seit rund 50 Jahren Anklang in der modernen Medizin, die sich seither mit der Heilwirkung von dem Pflanzenstoff Curcumin beschäftigt. Einige Studien untermauern die Vermutung, dass Kurkuma in seiner Wirkung in manchen Fällen sogar herkömmliche Medikamente ersetzen könnte. So sagt man dem im Wurzelstock enthaltenem Curcumin unter anderem eine den Statinen (Cholesterinsenker) vergleichbare Wirkung, blutverdünnende Eigenschaften, ähnlich gute Wirkungsweise bei Diabetes wie Metformin nach.

Zudem weist Kurkuma einen sehr hohen Anteil an Magnesium auf und ist gleichzeitig gänzlich frei von Cholesterin. Damit nicht genug findet man mit Kurkuma einen guten Lieferanten für das chemische Element Calcium, welches von enormer Bedeutung für den Knochenbau ist. Und um der Torte die Kirsche noch draufzusetzen enthält die Wunderwurzel noch ätherische Öle welche antineoplastisch gegen Tumore und antimikrobiell gegen Mikroorganismen wirken und so antiarthritische und entzündungshemmnde Eigenschaften aufweisen. Die enthaltene Ferulasäure sowie Kaffeesäure und deren Derivate beeinträchtigen die Entstehung der krebserregenden Nitrosamine.

Kurkuma: Im Kampf gegen Krebs

Krebs bezeichnet in der Medizin eine starke Vermehrung bzw. starkes Wachstum von Zellen, kurz eine bösartige Gewebeneubildung.

Trotz einer über 100- jährigen Forschung verläuft die Krankheit in den meisten Fällen tödlich, da ein Heilmittel für Krebs fehlt. Aus diesem Grund konzentriert sich die Forschung primär auf präventive Maßnahmen.

Vielversprechende Eigenschaften in der präventiven Bekämpfung von Krebs scheint der Pflanzenstoff Curcumin zu haben. Diverse Forschungen und Tests deuten nicht nur auf die unterstützende Wirkung von Chemotherapien, sondern auch auf einen immunstärkenden Effekt.1)Effects of curcumin on tumor growth and immune function in prostate cancer-bearing mice (Mao JL, Xiong X, Gong H) QuelleDieser Effekt soll bei der Eindämmung von Tumorzellen helfen, sodass die Behandlung in der Eingrenzung des Tumorwachstums resultieren kann. Dabei konnte beobachtet werden, dass bei Versuchen in Petrischalen mit Krebszellen das Curcumin wachstumshemmend wirkt und somit der frühzeitige Zelltod der Krebszellen ausgelöst wurde. Forscher gehen davon aus, dass die Wirkungsweise von Curcumin auf der chemischen Struktur des Pflanzenstoffes basiert. Durch seine beiden phenolischen Ringe ist Curcumin sehr reaktionsfreudig mit zahlreichen Proteinen und Enzymen, sodass die Signalwege gehemmt oder induziert werden und somit die Bildung von relevanten Wachstumsfaktoren und Zytokine beeinflusst wird.

Weitere Effekte in der Heilwirkung von Kurkuma sind wie folgt:

Weitere Effekte in der Heilwirkung von Kurkuma sind wie folgt:

 

  • Aktivierung von Genen welche die Selbstzerstörung von Krebszellen unterstützen
  • Eindämmung von Metastasen
  • Stimulierung des Immunsystems
  • antioxidative Eigenschaften zur Vorbeugung von Krebs2)Dose-escalation and pharmacokinetic study of nanoparticle curcumin, a potential anticancer agent with improved bioavailability, in healthy human volunteers. (Kanai M, Imaizumi A, Otsuka Y, Sasaki H, Hashiguchi M, Tsujiko K, Matsumoto S, Ishiguro H, Chiba T) Quelle
  • Mutationen vorbelasteter Zellen zu Krebszellen werden unterbunden
  • Blutgefäßentwicklung in Tumorgewebe wird verhindert, damit die Duchblutung verzögert
  • unterstützende Eigenschaften bei Chemotherapie aufgrund durchlässigerer Zellmembranen der Krebszellen

Kurkuma hat zahlreiche Positive Effekte in der Medizin.

Die „Gelbwurz“ bei der Chemo- und Strahlentherapie

Die Forschung beschäftigt sich seit längerem mit der Verwendung von Curcumin ergänzend bzw. begleitend während einer Chemotherapie. Mittlerweile geht man von einer möglichen verstärkenden Wirkung von klassischen Chemotherapeutika wie Platinderivaten und Taxanen, aber auch von einer Durchbrechung der Chemoresistenz aus. Während der Therapie entwickeln die Krebszellen öfters Resistenzen , die man mit anderen Wirkstoffen aufbrechen muss. In Kombination mit Kurkuma kann eine Wechselwirkung herbeigerufen werden, ohne dass zusätzlich Nebenwirkungen auftreten.

Begleitend zur Strahlentherapie kann die Verabreichung von Kurkuma Tabletten die Empfindlichkeit der Krebszellen erhöhen und dadurch insgesamt die Wirkung der Therapie verstärken.

Darmkrebs

Bei Patienten die von Darmkrebs befallen wurden konnte bei der Verabreichung von Kurkuma in Form von Tabletten mit dem Hauptbestandteil Curcumin sowohl eine prophylaktische als auch eine heilende Wirkung der betroffenen Zellen beobachtet werden. Dabei wurde durch den Wirkstoff Curcumin die Entstehung von Darmpolypen, welche sich häufig zu Darmkrebs entwickeln, unterbunden. Gleichzeitig wurde die Rückentwicklung bereits vorhandener Darmpolypen massiv gefördert. Studien belegen eine Verminderung der Darmpolypen um bis zu 60% bzw. Verringerung der Darmpolypen um bis zu 50%

Brustkrebs

Diverse Studien stellten in Tierversuchen fest, dass die Metastasenbildung und deren Streuung in die Lunge durch den Einsatz von Curcuminpräparaten gehemmt werden kann. Dabei diente das Curcumin in Tablettenform verabreicht als Transkriptionsfaktor. Das bedeutet, dass die für die Entwicklung des Krebses verantwortlichen Gene deaktiviert werden und damit ein Wachstum und eine Ausbreitung der Krebszellen verhindert werden kann.

Belegte Ergebnisse über positive Wirkungen bei, Haut-, Prostata-, und Gebährmutterhalskrebs konnten nachgewiesen werden und deuten auf eine sowohl präventive als auch aktive Behandlungsmöglichkeit hin.

Wirkung von Kurkuma bei Alzheimer

Bei Alzheimer, lateinisch Morbus Alzheimer, handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, die sich durch zunehmende Demenz bei meist Personen ab dem 65. Lebensjahr auszeichnet. Im umgangssprachlichen Gebrauch werden die Begriffe „Alzheimer“ und „Demenz“ meist gleichbedeutend verwendet. Allerdings muss ganz klar zwischen Alzheimer und Demenz unterschieden werden, zumal es sich bei dem Begriff „Demenz“ um die allgemeine Bezeichnung verschiedener Erkrankung des Gehirns handelt.

Die Alzheimer- Demenz zählt neben weiteren Erkrankungen wie vaskuläre Demenz, die Lewy- Körperchen- Demenz und die frontotemporale Demenz zu den primären Demenz Erkrankungen.

Wie entsteht Alzheimer?

Diese Frage beschäftigt die Medizin bereits seit Jahrzehnten, wobei Mediziner mittlerweile davon ausgehen, dass zwei verschiedene Eiweisablagerungen zwischen den Nervenzellen und im Gehirn eine entscheidende Rolle dabei spielen. Die Rede ist hier von Plaque aus Beta- Amyloid und Fibrillen aus Tau. Diese Ablagerungen rufen im Gehirn Entzündungen hervor welche die Gehirnfunktion beeinträchtigen.

Die antioxidative Wirkung von Curcumin hilft bei der Unterbindung dieser Entzündungen und der Oxidation, indem die Bildung und Zusammenlagerung der Beta- Amyloiden gehemmt, aber auch bereits vorhandenes Plaques abgebaut wird. 3)Effects of turmeric on Alzheimer’s disease with behavioral and psychological symptoms of dementia (Nozomi Hishikawa, Yoriko Takahashi, Yoshinobu Amakusa, Yuhei Tanno, Yoshitake Tuji, Hisayoshi Niwa, Nobuyuki Murakami, U. K. Krishna) Quelle

Mediziner sehen zunehmend einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Curcuma und der Reduktion von Entzündungen im Gehirn, welche eine Verbindung zu depressiven Verhaltensmerkmalen darstellen könnten. Den genauen Wirkmechanismus von Kurkuma konnte man bisher noch nicht feststellen, allerdings kann man von der Reduktion chronischer Entzündungen bei Alzheimer ausgehen.

2008 belegte eine veröffentlichte Studie mit dem überraschendem Ergebnis, dass bei bereits Demenzkranken Probanden durch die regelmäßige Einnahme von Kurkuma eine Steigerung der Gedächtnisleistung festgestellt werden konnte. Bereits die geringe Menge von täglich einem Gramm Kurkuma über einen längeren Zeitraum von drei Monaten brachte bereits den messbaren Erfolg der Gedächtnisleistung, ohne das Nebenwirkungen ausgelöst wurden.

Kurkuma bei Verdauungsbeschwerden

Eines der am meisten verbreiteten Hausmittel im Kampf gegen Verdauungsbeschwerden im europäischen Raum ist wohl die Einnahme des Gewürzes Curry. Allerdings ist das darin enthaltene Kurkuma das eigentliche Hausmittel bei Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Druck im Bauch.

Der Inhaltsstoff Curcumin kurbelt die Bildung von Magensaft an und regen die Leber unter anderem an mehr Gallensäure auszuschütten. Diese binden an Fette und machen dieses somit leichter verdaulich.

Somit erspart man sich das unangenehme Gefühl von Blähungen und das Völlegefühl.

Die in der Bauchspeicheldrüse und der Magenschleimhaut produzierten Verdauungsenzyme können die mit der Nahrung aufgenommenen Fette in ihre Bestandteile zersetzen um somit eine Aufnahme im Dünndarm zu ermöglichen. Jedoch ist der Inhaltsstoff Curcumin nicht wasserlöslich und kann somit nicht vollständig im Verdauungstrakt aufgenommen werden.

Bei der Einnahme von Kurkuma empfiehlt es sich daher das Gewürz in Verbindung mit einem guten Öl, welches reichlich Omega 3 Fettsäuren enthalten sollte, oder zumindest mit Olivenöl zu verzehren. Weitverbreitet ist auch der Verzehr mit schwarzem Pfeffer als Würzmittel, jedoch stellt sich hier die Frage ob das darin enthaltene Piperin die Schleimhäute im Verdauungstrakt nicht zu sehr reizt und somit sogar kontraproduktiv wirkt.

Nahrungsergänzung in der Diät

Wie bereits erwähnt wird durch den Verzehr von Kurkuma die Magensaft- Produktion angeregt was sich wiederum beschleunigend auf die Verdauung auswirkt. Somit tritt für den Konsumenten schneller ein Gefühl der Sättigung ein.

Neben dem angeregten Stoffwechsel wird die Diät auch durch die in Kurkuma enthaltenen Bitterstoffe unterstützt. Diese sorgen für das Ausbleiben vom Verlangen nach Süßem. Aber auch die Fettverdauung wird durch die erhöhte Gallensäureproduktion angeregt. Durch die stärkere Verdauung von Fett ist der Körper nicht mehr in der Lage Fett in Zellen einzulagern.  Die überflüssigen Fettzellen werden durch die blockierte Synthese von Fettsäuren zudem zerstört. Alle Faktoren zusammen entwickeln während einer Diät nicht zu vernachlässigende positive Effekte.

Diese Erkenntnisse wurden unter anderem durch eine Studie bestätigt, in der man 12 Wochen lang Mäuse mit fettreicher Nahrung fütterte um deren Gewichtszunahme zu beobachten. Die Mäuse, welche zur regulären Nahrung zusätzlich Kurkuma verabreicht bekamen, wiesen eine signifikante Gewichtszunahme auf. Eine weitere Wirkung durch die Zugabe von Kurkuma war ein deutlich niedrigerer Blutzuckerspiegel und der damit verbundenen unterdrückten Hungergefühle. Nebenwirkungen konnten während der gesamten Studie keine beobachtet werden.

Das Resultat der Studie war, dass die Versuchstiere an die Zusätzlich Kurkuma verfüttert wurde ein rund 5% geringeres Körpergewicht aufwiesen als die Vergleichstiere.

Wirkung bei Diabetes

Neben Krebs zählt Diabetes mit seinen zwei Formen zu den am meisten verbreiteten Volkskrankheiten. Dabei wird zwischen Diabetes Typ I und der harmloseren Form Typ II unterschieden.

Bei Diabetes Typ I handelt es sich um eine Erkrankung, bei der man auf ständige Kontrolle des Blutzuckerspiegeles und regelmäßiger Zufuhr von Insulin angewiesen ist.

Studien belegen positive Effekte auf die Wirkung von Curcumin bei Diabeteserkrankungen.4)Appendino G, Belcaro G, Cornelli U, Luzzi R, Togni S, Dugall M, Cesaro- ne MR, Feragalli B, Ippolito E, Errichi BM, Pellegrini L, Ledda A, Ricci A, Bavera P, Hosoi M, Stuard S, Corsi M, Errichi S, Gizzi G. Potential role of curcumin phytosome (Meriva) in controlling the evolution of diabetic mic- roangiopathy. A pilot study. Panminerva Med. Quelle Dabei wurde die regulierende Wirkung des im Rhizom enthaltenen Wirkstoffs Curcumin auf den Blutzuckerspiegel erforscht und ein Zusammenhang entdeckt. Aktuelle Forschungsansätze zeigen, dass das Curcumin die Insulinempfindlichkeit der Zellen verbessert, sodass diese in der Lage sind einen größeren Anteil an Blutzucker aus dem Blut aufzunehmen.

Andere Studien zeigten auch einen Zusammenhang zwischen der regelmäßigen Einnahme von Curcumin- Präparaten und der präventiven Behandlung von Diabetes. Bei einer Studie aus dem Jahr 2012 ging hervor, dass bei einer Gruppe von Probanden mit einer Vorstufe von Diabetes durch eine regelmäßige und kontrollierte Einnahme von Curcumin von täglich 1,5 Gramm seltener eine vollständige Entwicklung von Diabetes beobachtet werden konnte als zum Vergleich bei der Placebo- Gruppe. Weiters beobachtete man bei derselben Gruppe eine verbesserte Funktion der insulinproduzierenden Betazellen. Die logische Schlussfolgerung wäre somit regelmäßiger Verzehr von Kurkuma um Diabetes präventiv bekämpfen zu können.

Aus einer weiteren Studie aus dem Jahr 2008 geht hervor, dass auf die Einnahme von insbesondere Curcumin eine positive Verbesserung der Gefäßfunktionen zurückzuführen ist. Durch die Reduktion von oxidativem Stress durch Curcumin senkt man die Entzündungswerte im Blut. Da oxidativer Stress zu den häufigsten Ursachen für viele chronische Krankheitsbilder zählt, eröffnet Kurkuma eine effektive Möglichkeit als natürliche unterstützende Heiltherapie.

Prävention für den Cholesterinspiegel

Blutfette wie Cholesterin und LDL- Cholesterin können die Bildung von Plaque in den Wänden arterieller Blutgefäße begünstigen. Diese Ablagerungen resultieren über längere Zeiträume im Verlust der Elastizität und Verengungen der Blutgefäße mit Folgekrankheiten wie erhöhtem Blutdruck, Durchblutungsstörungen und in schweren Fällen Herzinfarkt.

Deshalb werden in der herkömmlichen Schulmedizin schnell Medikamente wie Statine mit erheblichen Nebenwirkungen zur Behandlung eingesetzt um den Cholesterinspiegel zu senken.

Faktoren wie unter anderem

  • fettreiche und kohlehdydrathaltige Ernährung
  • Stress
  • mangelnde Bewegung
  • Vitamin- C- Mangel
  • genetische Vererbung
  • Gen- Defekte

können mitunter Gründe für überhöhten Cholesterinspiegel sein.

In verschiedenen Studien konnten Wissenschaftler die Verringerung der Oxidation der Blutfette beobachten. Bereits im Jahr 1992 bewiesen Forscher des Amala Krebsforschungszentrums in Südindien eine signifikante Wirkung von Curcumin bei der Cholesterinsenkung. Während dieser Studie nahmen 10 Probanden über 7 Tage 0,5g 99%- iges Curcumin täglich ein. Die Forscher konnten somit eine Verringerung der Oxidation der Blutfette um 33% und eine Erhöhung des „guten“ HDL- Cholesterin um 39% nachweisen.

Da diese Beobachtungen aufgrund ihrer geringen Dauer und Fallzahl nur eingeschränkt aussagekräftig ist, verglich man sie mit den Daten einer Metaanalyse aus dem Jahr 2017 mit folgendem Ergebnis:

  • Kurkuma wirkt sich positiv auf das Gesamtcholesterin aus
  • Curcumin trägt signifikant zur Reduktion von LDL- Cholesterin bei
  • Curcumin verringert die Triglyzeridwerte
  • Kurkuma und Curcumin weisen keine nennenswerten Nebenwirkungen auf

Kurkuma bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herzerkrankungen, fachlich auch „kardiovaskuläre Erkrankungen“ genannt, sind die am meisten verbreitete Volkskrankheit im deutschsprachigen Raum. Faktoren wie falsche Ernährung, Mangel an Bewegung führen zu Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhten Cholesterin- und Triglyzeridwerten mit dem Resultat artherosklerotischem Plaque in der Blutgefäßwand.

Um diesen Risikofaktoren entgegenzuwirken ist eine umfangreiche Lebensumstellung notwendig. Diese sollte neben der Steigerung sportlicher Aktivitäten eine Ernährungsumstellung enthalten. Hauptbestandteil der neuen Ernährungsweise sollte Obst, Gemüse und auch Nahrungsmittel mit gesunden Fetten sein.

Hier bietet sich Kurkuma mit seinen entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften als optimale Nahrungsergänzung an. In diversen Studien konnte nachgewiesen werden, dass der Inhaltsstoff Curcumin diverse gefäßschützende Prozesse im Körper positiv beeinflussen kann.5)The effect of curcumin on lipid level in patients with acute coronary syndrome. (Alwi I, Santoso T, Suyono S, Sutrisna B, Suyatna FD, Kresno SB, Ernie S.) Quelle

Dabei beobachteten Forscher den Effekt auf die Lipoproteine. Man erkannte durch Versuchsfälle die Anwendungsmöglichkeiten bei Atherosklerose durch verhindern der Oxidation in den Zellen der Gefäßwände. Außerdem bemerkte man auch den Rückgang der Aorta- Fettstreifen und signifikanten Rückgang beim Schaden an Brust- und Bauaorta bei Versuchstieren.

Diese Ergebnisse der Studien weisen auf sowohl präventive als auch aktive Behandlungsmöglichkeiten mit dem Pflanzenwirkstoff Curcumin hin.

Entzündungen und Rheuma mit Kurkuma mildern

Seit tausenden von Jahren weiß man bereits um die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin. Aktuelle medizinische Studien verstärken diese Annahme. 6)Antony B, Merina B, Iyer VS, Judy N, Lennertz K, Joyal S. A pilot cross- over study to evaluate human oral bioavailability of BCM-95CG (Biocurcu- max), a novel bioenhanced preparation of curcumin. Indian J Pharm Sci. Quelle

Nur wenigen Menschen ist die Aufgabe von Entzündungen als wesentlicher Bestandteil unseres Immunsystems bekannt. Dabei unterstützen Entzündungen den Körper in der Wundheilung und dabei Erreger zu eliminieren. Tauchen diese allerdings zu oft auf oder werden sogar chronisch, so fördern sie schwerwiegende Folgekrankheiten.

Abhilfe schaffen dabei entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen, doch deren Nebenwirkungen schrecken viele Patienten vor ihrer Einnahme ab. Somit empfiehlt sich als gesunde Alternative die Heilpflanze Kurkuma.

In bereits über 10.000 Studien erforschten Mediziner die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften von Curcumin, und das Ergebnis ist vielversprechend.

Selbst Pharmazeuten befassten sich mit der Wunderwurzel und der Frage, ob Curcumin besser als Cortison sei. Bei dieser Frage kam eine Grundlagenforschung der Universität  des Saarlandes zu dem Schluss, dass Curcumin ähnliche Merkmal in der Wirkung aufweist wie Cortison, dies jedoch ohne Nebenwirkungen.

Weitere Wirkungsmerkmale zeigten sich in der Behandlung von sowohl Arthrose und Arthritis, als auch in der Behandlung von Rheuma. Dabei wurde beobachtet, dass durch Curcumin

bei Personen mit rheumatoider Arthritis Schwellungen und Empfindlichkeiten der Gelenke   reduziert werden konnten.

Da rheumatische Erkrankungen eine Folgereaktion von Entzündungen sind, kann Kurkuma durch seine entzündungshemmende Wirkung zur Behandlung und zur Linderung der Symptome beitragen. Die in der gelben Wurzel enthaltenen Pflanzenstoffe verhindern die Entstehung eines Proteins in den Gelenken, welches im Organismus spezifische Gene ein- und ausschaltet und somit in der Schlussfolgerung für Entzündungen verantwortlich ist.

Durch diese Eigenschaften steht das Wundermittel Kurkuma herkömmlichen Heilmittel in nichts nach. Im Gegenteil! Die vergleichbaren Wirkungsweisen ermöglichen vielseitige Einsatzmöglichkeiten bei ausbleibenden Nebenwirkungen.

Beauty-Lifestyle mit Curcuma

Kurkuma ist zurzeit das Trend- Gewürz schlechthin. Doch besitzt es neben bereichernden Effekten als Gewürz und Heilmittel auch umfassenden Nutzen für unseren Lifestyle und kann unser tägliches Leben verschönern und erleichtern.

Neben seinem Beitrag zu diversen Rezepten in der Küche ist Kurkuma seit Jahren bereits wichtiger Bestandteil verschiedenster Kosmetikprodukte. Denn der Pflanzenfstoff Curcumin bietet sich mit seinen antioxidativen Effekten ideal als Prävention oder Behandlung bei Hautalterung oder Unreinheiten an.

Mittlerweile ist der Forschung bekannt, dass Pickel und Mitesser durch sogenannte Mikroentzündungen im gesamten Körper entstehen und durch das körpereigene Immunsystem beeinflusst werden. Somit bietet sich der pflanzliche Wirkstoff Curcumin ideal zur Behandlung von Akne oder Pickel und Mitesser an. Zusätzlich beschleunigt man durch das Curcumin die Wundheilung der bei Akne auftretenden Hautverletzungen und stärkt die Hautzellen durch die Unterstützung der Kollagenproduktion.

Durch den regelmäßigen Verzehr von Kurkuma tut man aber nicht nur seiner Haut etwas Gutes, sondern wird auch mit dichtem und fülligem Haar belohnt. Kurkuma in Kombination mit hochwertigen Ölen kann sogar durch direkte Behandlungsmethoden wie einmassieren bei Schuppenbefall helfen.

Hinzu kommt noch, dass Kurkuma eine reichhaltige, biologische Quelle für Biotin, verschiedene B- Vitamine und Spurenelemente wie Kupfer und Zink ist. Dieser Nährstoffkomplex ist grundlegend für die Produktion von Kollagen und gesundem Bindegewebe.

Kurkuma in der äußerlichen Anwendung

Lippenherpes wird bekanntermaßen durch den Herpes Typ 1 verursacht, Genitalherpes hingegen durch Typ 2. Durch seine antiviralen Eigenschaften lässt sich Kurkuma bei der Vermehrung von Viren ideal einsetzen um diese zu bremsen. Dabei kann Kurkuma ein bestimmtes Co- Aktivator- Protein hemmen um folglich eine Vermehrung der Viren zumindest zu behindern.

Ideal in diesem Fall ist die direkte Behandlung in Form einer Kurkuma- Paste die direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden kann um Hautveränderungen zu lindern.

Aber nicht nur bei lästigen Beschwerden wie Herpes zeigt sich Kurkuma als effektives Instrument.

Auch als natürliches Home Bleaching Mittel lässt sich die Wunderknolle einsetzen. Bei der korrekten Anwendung in ihrer einfachsten Form reicht es aus frische, kleine Wurzelstücke zu kauen. Eine weitere Form der Anwendung ist eine Mischung aus Kurkuma Paste und schwarzem Pfeffer als wirksamer Ersatz für die Zahnpaste.

Beide Methoden erfüllen ihren Zweck und können bedenkenlos angewandt werden.

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Quellen   [ + ]

1. Effects of curcumin on tumor growth and immune function in prostate cancer-bearing mice (Mao JL, Xiong X, Gong H) Quelle
2. Dose-escalation and pharmacokinetic study of nanoparticle curcumin, a potential anticancer agent with improved bioavailability, in healthy human volunteers. (Kanai M, Imaizumi A, Otsuka Y, Sasaki H, Hashiguchi M, Tsujiko K, Matsumoto S, Ishiguro H, Chiba T) Quelle
3. Effects of turmeric on Alzheimer’s disease with behavioral and psychological symptoms of dementia (Nozomi Hishikawa, Yoriko Takahashi, Yoshinobu Amakusa, Yuhei Tanno, Yoshitake Tuji, Hisayoshi Niwa, Nobuyuki Murakami, U. K. Krishna) Quelle
4. Appendino G, Belcaro G, Cornelli U, Luzzi R, Togni S, Dugall M, Cesaro- ne MR, Feragalli B, Ippolito E, Errichi BM, Pellegrini L, Ledda A, Ricci A, Bavera P, Hosoi M, Stuard S, Corsi M, Errichi S, Gizzi G. Potential role of curcumin phytosome (Meriva) in controlling the evolution of diabetic mic- roangiopathy. A pilot study. Panminerva Med. Quelle
5. The effect of curcumin on lipid level in patients with acute coronary syndrome. (Alwi I, Santoso T, Suyono S, Sutrisna B, Suyatna FD, Kresno SB, Ernie S.) Quelle
6. Antony B, Merina B, Iyer VS, Judy N, Lennertz K, Joyal S. A pilot cross- over study to evaluate human oral bioavailability of BCM-95CG (Biocurcu- max), a novel bioenhanced preparation of curcumin. Indian J Pharm Sci. Quelle